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Diese Woche liest du bei indeon weekup:

  • Wenn Selbstoptimierung krank macht
  • Umfrage: Wie stark beeinflusst ein schlankes Körperbild dein Umfeld?
  • Armut bekämpfen - was kann ich tun?
Viel Spaß beim Lesen.

Unser Bild vom schönen, gesunden Leben...

Hallo Liebe*r Leser*in,

dieser Text hier fällt mir nicht leicht, denn: Gewicht ist zeitlebens ein Thema für mich. Wer als Frau nicht in die Norm „groß, lange Haare und schlank“ hineinpasst, hat es nicht einfach. Fatshaming erleben schon Menschen, die gar kein Übergewicht haben. Wenn ich Fotos aus meinen Zwanzigern ansehe, dann sehe ich ziemlich heiß aus. Da sehe ich kein zu-fett-Sein. Aber ich erinner mich trotzdem dran, dass mich Menschen „zu dick fanden“ UND es mir auch noch unbedingt drücken mussten.

Und der Druck ist heute nicht kleiner: Der Markt der Abnehmpräparate (übrigens, die Spritze gibt es inzwischen schon zum Schlucken) boomt. Auf Social-Media und in den klassischen Medien sehen wir fast nur noch ein bestimmtes Körperbild. Die vermeintlich gesunden, durchtrainierten Körper. Das treibt uns Frauen schon lange in den Wahnsinn, aber auch Männer (und alle dazwischen und außerhalb) spüren den Druck.

Bevor du die Geschichte von Daniel weiter unten liest, Leser*in: Du bist toll, so wie du bist! Egal, ob dir jemand einen dummen Spruch drückt, du dich in der Öffentlichkeit nicht zu zeigen traust oder du einfach nur schweigst, wenn Onkel Herbert wieder mal die Nichte bewertet. Wir sind nicht immer im Kampfmodus, aber wir alle brauchen Unterstützung und jemanden, der uns sagt: Du bist wertvoll. 

Vielleicht hast du heute auch für jemanden ein paar nette Worte oder ein offenes Ohr. Ich wünsche dir einen guten Wochenstart
Herzlichst, deine Esther.

Morgens Fitnessstudio, nach der Schule Tischtennis und abends noch aufs Laufband. In Daniels Leben gab es fast keinen Platz für Pausen, gemeinsame Mahlzeiten oder Freund*innen

Daniel, heute 23, erinnert sich klar an diese Zeit: „Ich war auf Effizienz getrimmt.
Mein Alltag diente nur dem Training.“ Im Interview mit unserer Volontärin Selina erzählt er, dass Sport immer zu seinem Leben gehörte. Aber im Lockdown 2020 änderte sich alles.

Plötzlich zählte nur noch ein Ziel: Gewicht verlieren. Viel Gewicht. Denn damals war Daniel 17 Jahre alt und wog rund 150 Kilo. Im Lockdown verstärkten sich negative Gedanken über seinen Körper. „Ich wollte nicht mehr nur als ‚der Dicke‘ gelten.

Der Spaß am Sport verschwand. Ein neuer Fokus übernahm: Abnehmen um jeden Preis.

indeon Umfrage:

Wir wollen wissen:
Wie stark beeinflusst ein schlankes Körperbild dein Umfeld?

📉 Sehr stark, ständig Thema
⚖️ Gelegentlich
🌿 Kaum oder gar nicht

Stimm ab – wir lösen die Ergebnisse im nächsten Newsletter auf. 📩  

Bald drehte sich Daniels Alltag nur noch um Training, Kalorien zählen, Gewicht kontrollieren. Er aß täglich viel zu wenig Kalorien für seine Körpergröße und sein Pensum.

Die Folgen spürte er bald:

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlechter Schlaf

Doch das stoppte ihn nicht. Er rutschte in eine Essstörung.

So etwas betrifft nicht nur die Nahrung, sondern auch den Selbstwert. Sie entstehen oft schleichend, unterstützt durch unrealistische Körperideale bei Social-Media. 

Daniel hatte Glück: Seine neue Freundin half ihm aus dieser Spirale raus. Aber es gibt auch professionelle Hilfe. Tipps dazu findest du bei uns auf der Website.

Wie ernst nimmt dein Umfeld dieses Thema, Leser*in? Erzähl uns gerne davon als Mail in die Redaktion oder per Social-Media:

📲 Instagram
📲 Facebook
📲 TikTok
📲 YouTube

Auch Armut wird häufig vorschnell bewertet. Viele verbinden sie mit Schuld oder falschen Entscheidungen. Dabei sieht die Realität komplexer aus - hinter jeder Situation steckt eine eigene Geschichte. 

In Deutschland leben übrigens mehr als 16 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze. Manche erkennst du, wenn sie betteln oder Pfand sammeln. Von den meisten weißt du es nicht. Trotzdem kannst du etwas tun, Leser*in.

3 schnelle Wege, um zu helfen
Respektvoll begegnen – Menschen nicht vorschnell beurteilen
Sach- oder Geldspenden – Kleidung, Lebensmittel oder finanzielle Unterstützung
Aufmerksam sein – Nähe zeigen, nach Wohlbefinden fragen

indeon Umfrage:

Vergangene Woche wollten wir wissen: 
Wie gehst du mit belastenden Nachrichten um?
✅ Ich rede mit Freund*innen darüber (35%)
⚖️ Ich behalte vieles für mich (30%)
❌ Ich versuche, Nachrichten zu meiden (35%)


Danke fürs Mitmachen!
(Das Ergebnis bezieht sich auf den Newsletter und unseren Instagram-Kanal.)

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